Passt PVC in eine "grüne" Wohnung?

Mittwoch, 3. Februar 2010

Bald steht der Umzug in ein neues Heim an und die Freude darüber ist groß! Da die Vormieter die Räume gut gepflegt haben, fallen auch kaum Renovierungsarbeiten an :-) Außer der Bodenbelag in der Küche ... dort liegt ein PVC-Boden. Der sieht zwar gar nicht so schlecht aus, aber in ein "grünes" Wohnkonzept passt PVC nunmal nicht rein. PVC ist die Abkürzung für Polyvinylchlorid, ein Bodenbelag der pflegeleicht, strapazierfähig und preiswert ist. Allerdings wird der Bodenbelag erst durch Zugabe von umweltgefährdenden Weichmachern und Stabilisatoren zu dem was er ist. "Öko-Test" hat 14 PVC-Böden getestet und alle fielen wegen der hohen Schadstoffbelastung durch.

Die "Öko-Alternative": Linoleum-Bodenbelag, ist der einzige elastische Bodenbelag, der aus nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Baumharz, Holzmehl und Jute besteht. Fliesen, Laminat oder Pakett sind auch ein gute Alternative zu dem PVC-Boden. Und die kleine Renovierung sollte beim Umzug in ein neues, grünes Heim ja wohl im Budget drin sein!

Ist Latexfarbe giftig?

Dienstag, 26. Januar 2010

Latexfarbe ist eine Farbe, die wasserabweisend ist. Sie eignet sich also super für das Badezimmer, die Küche oder die Kinderzimmer ... Kochpannen, schmutzige Kinderhände und Wasserflecken lassen sich einfach wegwischen. Praktisch, oder? Aber nun heißt es aus einigen Ecken, dass die Latexfarben giftig sind. Stimmt das? Also, streng genommen befindet sich in der Latexfarbe kein Latex, sondern Dispersionsfarbe mit Kunstharz, die den Wänden einen glänzenden Kunststofffilm verleihen und diese Farben schneiden in puncto Schadstoffausgasung richtig gut ab: die Ausdünstungen sind wohl so gering, dass sie der Gesundheit nicht schaden.

Aber totzdem würde ich an Eurer Stelle nicht die ganze Wohnung mit Latexfarbe streichen: die Wände werden dadurch nämlich regelrecht versiegelt und das fördert bekanntlich die Schimmelbildung.

Öko-Alternative: Eine lösungsfreie, atmungsaktive, gut deckende und waschfeste Farbe auf Basis von Pflanzenwachs, Naturharz und Pflanzenöl!!

Ein gesundes Outfit für meine Wände!

Dienstag, 5. Januar 2010

Viele Öko-Punkte auf mein Konto bekomme ich natürlich, wenn ich für meinen Umzug in mein neues Heim keine neuen Tapeten kaufe, sondern die alten, bereits vorhandenen Tapeten überstreiche. Das spart Rohstoffe und Geld und reduziert zudem den anfallenden Restmüll.

Da in einigen Zimmern des Hauses allerdings Kinder ihr Unwesen getrieben haben, sind neue Tapeten wirklich fällig.
Nur gibt es Tapeten auch in Öko-Qualität? Ja natürlich...erkennen kann man sie an dem "Blauen Engel". Tapeten mit diesem Gütesiegel bestehen wirklich nur aus Recyclingpapier, es gibt sie in Raufaser oder als glatte Variante. Der "Engel" garantiert einen sparsamen Ressourceneinsatz und verlangt für die Herstellung so gekennzeichneter Papiertapeten einen Anteil von mindestens 600 kg Altpapier pro 1.000 kg Tapete. Die Primärfasern, die in Tapeten mit dem "Blauen Engel" verarbeitet wurden müssen überwiegend aus Holz aus nachhaltiger Holzwirtschaft stammen, sie sind ohne chemische Hilfsmittel hergestellt und frei von bestimmten Konservierungsstoffen, gefährlichen Azofarbstoffen sowie von krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsgefährdenden Substanzen. Pigmente, die Quecksilber-, Blei-, Cadmium- oder Chrom-VI-Verbindungen enthalten sind ebenso unzulässig.

Diese Tapeten sind gut für mich, meine Gesundheit und für die Umwelt...so renoviert man "grün" :-)

Bunt ist meine Lieblingsfarbe!

Montag, 21. September 2009

Wenn wir schon über Wandfarben reden, fällt mir noch der Test von ÖKO-TEST ein. Im Juni 2009 hat ÖKO-TEST 17 fertig abgetönte Wandwarben genau unter die Lupe genommen. Mit den meisten Farben war das Institut zufrieden, mit drei Marken, darunter auch leider eine Naturfarbe schnitten nicht so gut ab.

Für die kreative Wandgestaltung Eurer neuen Wohnung stellen Farbenhersteller bereits fertig abgemischte Wandfarben zur Verfügung. Daneben gibt es die Möglichkeit, sie in den Bau- und Fachmärkten nach Farbkarte wie gewünscht mischen zu lassen. ÖKO-TEST wollte nun wissen, inwieweit die Farben mit Schadstoffen belastet sind, die möglicherweise ausgasen, und ob die Deklaration auf der Verpackung den Verbrauchern erforderliche und wünschenswerte Informationen gibt.

Das Testergebnis zum Nachlesen findet ihr auf der Seite von ÖKO-TEST. Die allgemeine Bewertung von ÖKO-TEST zeige ich Euch jetzt aber schon mal: „Wandfarben für Innenräume sollten keine oder möglichst wenig gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, denn diese können ausgasen und die Raumluft belasten. Deshalb gibt es seit einigen Jahren für Farben gesetzliche Grenzwerte für flüchtige organische Verbindungen (VOC). Weil die Qualität der Inhaltsstoffe so wichtig ist, fließt das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 70 Prozent in das Gesamturteil ein. Die Deklaration bewerten wir mit 30 Prozent. Denn umfangreiche Informationen sind vor allem für Allergiker sehr wichtig. Es zeigte sich deutlich, dass die meisten Mängel im Bereich der Deklaration auftraten, hier könnten die Hersteller ohne großen Aufwand Abhilfe schaffen.“ (Quelle: ÖKO-TEST)

Viel Spaß beim Umzug und bei der Farbgestaltung der neuen Wände :-)

Renovieren - aber bitte ökologisch

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Spätestens, wenn die Wände aussehen, als wären sie mit einer Wischtechnik im Antiklook verschönert worden, es sich dabei aber in Wirklichkeit um Alterserscheinungen der Malerarbeiten des Einzugs von vor zehn Jahren handelt, oder Sie sich noch dunkel daran erinnern können, dass die Türleisten einmal weiß, und nicht hellbeige gewesen waren,  wird es Zeit für eine Renovierung.
Sie erinnern sich jetzt mit aufkommendem Unwohlsein an die letzte Verschönerungsaktion? Ja richtig, der Kater am nächsten Tag. Dabei waren Sie gar nicht auf der Piste. Fakt ist: Farben, Lacke und Co. enthalten oftmals Chemikalien, die Kopfschmerzen und andere Befindlichkeitsstörungen hervorrufen können.
Aber eine Wohnungsmodernisierung geht auch anders, nämlich gesundheits- und umweltverträglich. Wie das möglich ist, erfahren Sie bei
ecoNavi, einem Service der Bremer Umwelt Beratung, das eine Menge Aufschlussreiches rund um das Thema „Ökologisch Renovieren“ zusammen getragen hat. Informationen zu Materialen und Verfahren oder zu den verschiedenen Güte- und Umweltsiegeln, aber auch Förderprogramme sowie Adressen lassen sich hier bequem nachlesen. Die Rechercheergebnisse können dann direkt auf der Homepage in Merklisten gesammelt und direkt verglichen werden.
Wer sich über Güte- und Umweltsiegel im Speziellen informieren möchte, aber den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht (rund 1000 verschiedene Label für Produkte befinden sich schätzungsweise zur Zeit auf dem Markt!), dem bietet das Portal LABEL Online eine prima Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen. Denn Siegel ist nicht gleich Siegel, nicht selten grenzen aufgedruckte Labels ohne jegliche Bedeutung an Verbrauchertäuschung. Welches Gütemerkmal sollte das Holz meines neuen Holzfußbodens tragen, damit ich mich nicht an der Zerstörung des Regenwaldes beteilige? Welches Zeichen garantiert,  dass die neue Tapete meinen Wohnraum nicht mit Schadstoffen „bereichert“?  Bei
Label Online werden Sie geholfen. Eine umfangreiche Suche gibt dem kritischen Verbraucher einen Überblick über die einzelnen Gütezeichen, die jeweiligen Vergabekriterien und weiter führende Hinweise auf Broschüren oder Testergebnisse.
So können Sie sicher sein, dass der Kater nach der nächsten Wohnungssanierung auch wirklich ausschließlich von dem einen oder anderen Gläschen Wein zu viel während der Feier danach kommt.